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TRAUM UND WIRKLICHKEIT

Gesundes und motiviertes Musizieren – ein Leben lang

(Inter)disziplinäre Ansätze zur MusikerInnengesundheit

 

DREAM AND REALITY

A Healthy and Motivated Way of Playing Music in a Lifespan Perspective

An (Inter)disciplinary Approach to Musicians‘ Health

 

Der MusikerInnenberuf zählt zu den Top 5 der gesundheitsgefährdenden Berufe. Meist befassen sich MusikerInnen jedoch erst mit dem Thema Gesundheit, wenn Sie an Beschwerden leiden. Der Leistungsdruck in diesem Beruf ist extrem hoch. MusikerInnen wollen Höchstleistungen zeigen – auf der Bühne, bei Wettbewerben, Probespielen und beim Üben – und müssen hierbei lebenslang auf gesunde psychische und physische Ressourcen zurückgreifen können. Schwäche und sonstige Leistungsminderungen stellen Tabuthemen dar. Aber auch MusikliebhaberInnen wünschen und erträumen sich ein organisches, lebendiges und motiviertes Musizieren. Unterrichtende und ausübende MusikerInnen sollten diesen Anforderungen professionell begegnen.

Das internationale und interdisziplinäre Symposium zum Thema „Gesundes und motiviertes Musizieren“ will diese unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen und bietet ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Workshops, einem Round Table und (in)formellem Erfahrungsaustausch.
Neben den Beiträgen zu aktuellen Erkenntnissen, Befunden und Studien zur Musikermedizin und zu einem gesunden und erfüllten Musizieren erhalten die TeilnehmerInnen in interaktiven Workshops die Möglichkeit, in einem breiten Angebot auch praktische Erfahrungen zur Sensibilisierung der Körperwahrnehmung durch diverse Körpertechniken, Entspannungsmethoden und Mentales Training zu sammeln, um sich in der Vielfalt zu orientieren und Ansätze für die eigene Arbeit zu finden. Die eingeladenen ReferentInnen sind renommierte ExpertInnen ihres Fachs. 

Der größte Teil der ExpertInnen zu Körpertechniken kommt aus der Umgebung von Graz, damit auch nach dem Symposium die Angebote in Anspruch genommen werden können. An Informationsständen können sich die TeilnehmerInnen über unterschiedliche Möglichkeiten informieren und in Gesprächen mit den ExpertInnen für sie persönlich geeignete Methoden entdecken. Informationen bekommt man zu einem vielfältigen Angebot: Meditation, Yoga, Auftrittstraining, Alexandertechnik, Feldenkrais, Ortho-Bionomy-Methode, QiGong/TaijiQuan/Pilates, Kinesiologie, Dispokinesis sowie Autogenes Training u.a.

Zu erwähnen sind die Angebote von Elisabeth Grabner (Graz) sowie von Elke Dommisch (Wuppertal): MusikerInnen können sich zu Einzelcoachings anmelden und bekommen im Laufe der beiden Veranstaltungstage individuelle Beratung und Förderung.

Neben praxisorientierten Informationsmöglichkeiten erhalten die TeilnehmerInnen in Poster Sessions auch Einblick in aktuelle Ergebnisse zu weiteren Projekten und Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Musikermedizin.

Das Symposium richtet sich an WissenschaftlerInnen, ausübende und unterrichtende MusikerInnen, Studierende, PhysiotherapeutInnen und PsychologInnen, MedizinerInnen und andere Interessierte.

Als herausragend dürfen auch die musikalischen Beiträge dieses Symposiums gesehen werden: Szenische Musik wird gestaltet vom Duo Stump/Linshalm mit Short Cuts über den Tag verteilt sowie einem Konzert, in dem nicht nur die Musik eine Rolle spielt, sondern u.a. gezielt Körper, Raum und Licht inszeniert werden.