SS 2014

Sonja Schadler:
Singen im Instrumentalunterricht

Die vorliegende Arbeit behandelt die Bedeutung des Singens im Instrumentalunterricht. In der Einleitung wird diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Zuerst werden neurobiologische Grundlagen dargelegt, die deutlich machen, dass das musikalische Lernen durch den stimmlichen Ausdruck begünstigt wird. Danach werden die Positionen unterschiedlicher Autoren, die dem Singen im Instrumentalunterricht einen wichtigen Stellenwert beimessen, aufgezeigt. Anschließend soll die Rolle des Singens im Kindesalter beleuchtet werden. Dass das Singen auch von gesellschaftlichen Erscheinungen beeinflusst wird, geht aus dem Abschnitt über die geistes- und kulturgeschichtlichen Aspekte des Singes hervor. Das zweite Kapitel behandelt das für die pädagogische Praxis notwendige Wissen betreffend der Stimmphysiologie des Kindes. Im dritten Kapitel wird die Entwicklung der Singstimme aus Sicht der Entwicklungspsychologie geschildert. Im letzten Kapitel werden ausgewählte didaktische Konzeptionen für den Anfängerunterricht auf der Sopranblockflöte auf verschiedene Parameter des Singens untersucht.

(Graz, März 2014)

 

Stefan Matl:
Anfangsunterricht des Kindes am Akkordeon

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Anfängerunterricht auf dem Akkordeon für Kinder im Grundschulalter. Es wurden zehn Akkordeonschulen aus den Jahren 2004-2013 für eine systematische Analyse herangezogen. Die Relevanz des Themas beruht auf der Tatsache, dass es weder in den Lehrplänen noch in der Forschungsliteratur qualitative Informationen zu aktuellen Akkordeonlehrwerken gibt. Diese Lücke soll mit der voliegenden Arbeit geschlossen werden. Als Kriterien für die Untersuchungen wurden zum einen allgemeinpädagogische Zielbegriffe, zum anderen fachliche Ziele sowie Lernfelder ausgewählt. Desweiteren wurden kognitive Theorien ebenso wie musikspezifische Ansätze aufgegriffen und auf ihre Plausibilität für die Akkordeonschulen überprüft.

(Graz, Juni 2014)

 

Magdalena Lach
Die Violinpädagogik von Carl Flesch

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Violinpädagogik von Carl Flesch. Als Einführung in die Arbeit werden die musikpädagogische Relevanz ebenso wie die Forschungsfrage und -methode und der derzeitige Forschungsstand erläutert. Danach wird das Leben von Flesch hinsichtlich seiner verschiedenen Tätigkeiten als Geiger, Lehrer und Theoretiker dargelegt. Als dritten Punkt werden die didaktischen Bausteine seiner Violinpädagogik beschrieben: seine Anweisungen zur Haltung der Geige und zur Spieltechnik. Abschließend wird die Pädagogik von Flesch in den Kontext der zeitgemäßen Instrumentalpädagogik gestellt und kritisch diskutiert, inwiefern seine Ansätze im Hinblick auf ihre instrumentalpädagogische Aktualität noch zeitgemäß sind.

(Graz, Juni 2014)

 

Angelika Lanz
Fokale Dystonie bei MusikerInnen und ihre Präventionsmöglichkeiten im Instrumentalunterricht

Die vorliegende Masterarbeit behandelt das Thema der fokalen Dystonie bei Musikern/innen und die Präventionsmöglichkeiten im Instrumentalunterricht.

Im ersten Teil der Arbeit werden die Entstehungsfaktoren, die Symptomatik und die therapeutischen Maßnahmen der fokalen Dystonie beschrieben. Therapeutische Ansätze erzielen oftmals nur Teilerfolge, was die Wichtigkeit der Prävention im Instrumentalunterricht unterstreicht.

Im zweiten Teil wird auf einige Aspekte der Vorbeugung eingegangen, sodass die Risikofaktoren für die Musikerdystonie nicht verstärkt werden. Die Präventionsmöglichkeiten wurden anhand der ermittelten Trigger-Faktoren abgeleitet. Der Fokus liegt vor allem auf den biomechanischen Voraussetzungen (inkl. Pragmatische Handeinschätzung), Lampenfieber und Auftrittsangst (inkl. ausgewählte präventive Möglichkeiten) sowie qualitativen Aspekten des Übens, wie vor allem im Umgang mit Fehlern und dem absichtsvollen Üben.

 

(Graz, Juli 2014)

 

Negin Esmaeilbaghdadi
Physiologische Aspekte in der Klavierdidaktik

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel herauszuarbeiten, in wieweit physiologische Aspekte in aktuellen Klavier-Unterrichtswerken einbezogen werden. Nach einem historischen Überblick zur Klavierpädagogik werden die Funktion der Hand beim Klavierspiel sowie die manuellen Voraussetzungen nach aktuellen Forschungsstand erläutert. Weiter werden physiologische Ansätze in ausgewählten aktuellen Klavierschulen-um die Wende zum 21. Jahrhundert- systematisch untersucht. Die Vergleichskriterien wurden aus dem Klavier-Unterrichtsplan des VdM für die Entwicklung der Spieltechnik in der Unterstufte abgeleitet. Zum Schluss werden die Untersuchungsergebnisse sowie die Berücksichtigung physiologischer Aspekte im Lernfeld „Spieltechnik“ im Hinblick auf die Implikationen für eine physiologisch-gesunde Entwicklung der Klavierspieltechnik diskutiert.

(Graz, September 2014)