SS 2016

Alexander Christof
Schulpraktischer Einsatz des Akkordeons im Musikunterricht des Gymnasiums

Das schulpraktische Instrumentalspiel ist sowohl im Musikunterricht als auch in der MusiklehrerInnenbildung sehr vom Klavier geprägt. Dies spiegelt sich auch in der Forschungslage. Andere Instrumente finden bisher nur wenig Beachtung. Diese Arbeit soll Aufschluss darüber geben, ob das Akkordeon eine sinnvolle Alternative zum Klavier mit entsprechenden Einsatzmöglichkeiten im gymnasialen Unterricht darstellt.
Das Thema wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: Entwicklungen zum Schulpraktischen Klavierspiel und die Einsatzbereiche des Klaviers werden im Zusammenhang mit soziologischen Aspekten des Akkordeongebrauchs diskutiert. In einer systematischen Untersuchung von Curricula deutscher und österreichischer Musikhochschulen und -universitäten wird die Verankerung und Bedeutung des Fachs Schulpraktisches Klavierspiel in der MusiklehrerInnenbildung untersucht. Abschließend gibt eine Expertenbefragung Aufschluss über die Möglichkeiten der Verwendung des Akkordeons in den vom Klavier geprägten Einsatzbereichen im gymnasialen Schulunterricht.

(Graz, Juni 2016)

Hana Kovalcikova
Pädagogische Ansätze zur Motivation Jugendlicher im Instrumentalunterricht  

Die Jugendzeit ist ein Lebensabschnitt, in dem große Veränderungen in der körperlichen, kognitiven und psychosozialen Entwicklung eines Menschen stattfinden. Diese wirken sich auch auf die Motivation für das Musizieren aus, sodass Musikpädagogen/innen mit entsprechenden Maßnahmen reagieren müssen, um die Motivation der Jugendlichen am Instrumentalunterricht aufrechtzuerhalten oder neu zu wecken. Diese Arbeit ist daher der Untersuchung pädagogischer Ansätze zur Motivation Jugendlicher im Instrumentalunterricht gewidmet. Es wurde eine empirische Studie unter acht Musikpädagogen/innen am Musikum Salzburg durchgeführt, die sich mit der Frage nach konkreten Motivationsansätzen beschäftigt. Die Ergebnisse werden in Bezug zu musikpädagogischer Fachliteratur sowie den dahinterstehenden Motivationstheorien gesetzt. Neben altersunabhängigen Aspekten wie Zielsetzung, Schaffen einer anregen-den Unterrichtsatmosphäre oder dem Wecken von Neugier konnten dabei Mitbestimmung im Unterricht und Gruppenaktivitäten als besondere Motivationsfaktoren für das Jugendalter bestimmt werden.

(Graz, Juni 2016)

 

Martina Padinger
Veränderungen durch MDU-Fortbildungen aus Sicht von Instrumentallehrkräften. Wahrnehmung von Veränderungen

(in Arbeit)

 

Pia Neururer
Music4Refugees
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Lernen und Musizieren im Kontext sozialer Beziehungen.

Musik als Mittel und Medium in der Sozialen Arbeit und im Hinblick auf die Aspekte Integration, Toleranz und Inter- und Multikulturalität steht sowohl in musikpädagogischen Konzeptionen wie Community Music als auch in der aktuellen Fachdiskussion im Fokus. In der vorliegenden Arbeit werden im ersten Teil zunächst die theoretischen Grundlagen sowie die Begriffe Community of Practice und Community Music vor dem Hintergrund ausgewählter Lehr- und Lerntheorien beleuchtet. Des Weiteren erfolgt die umfassende Beschreibung des im Herbst 2015 an der Kunstuniversität Graz, am Institut für Musikpädagogik, durchgeführten Projektes Music4Refugees. Experteninterviews geben die Erfahrungen einzelner, am Projekt beteiligter Personen wieder und ergänzen die Projektbeschreibung. Diese werden in einer abschließenden Diskussion mit Bezug auf den theoretischen Hintergrund zusammengefasst. Ziel dieser Arbeit ist es, zu überprüfen, inwieweit und wo das Projekt in die Reihe vergleichbarer, musikpädagogischer Projekte/Konzeptionen eingeordnet werden kann und welcher Ertrag für die interviewten Teilnehmer/Teilnehmerinnen aus dem Projekt resultiert.

(Graz, Juni 2016)

 

Stephanie Zimmermann
Lern- und Arbeitswege von Jazzpianisten. Eine qualitative Studie  
 

Die vorliegende Masterarbeit hat das Ziel, einen Einblick in die Lern- und Arbeitswege von Jazzpianisten unter Einbeziehung der Perspektiven von Experten aus diesem Bereich zu geben.
Der erste Teil der Arbeit gibt einen Überblick über theoretische Grundlagen des instrumentalen Lernens und Musizierens im Jazz.
Im zweiten Teil der Arbeit werden Experteninterviews mit drei Jazzpianisten, welche Jazzklavier als instrumentales Hauptfach an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland und Österreich unterrichten, mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und in Hinblick auf deren musikalischen Werdegang sowie Elemente formalen, informellen und non-formalen Lernens in ihrem Ausbildungsweg untersucht. Darüber hinaus werden beim Üben und Musizieren angewendete Lern- und Arbeitsmethoden sowie diesbezügliche Einstellungen der Befragten identifiziert.
Abschließend werden ausgewählte Ergebnisse der empirischen Untersuchung mit Erkenntnissen aus dem Theorieteil diskutiert.

(Graz, Juni 2016)

 

 

Nives Zver
Förderung zur Selbstregulation im Instrumentalunterricht. Eine qualitative Analyse

Die Fähigkeit zur Selbstregulation ist ein bedeutender Faktor zur effizienten Gestaltung des Übens und Lernens von Schülerinnen und Schülern. Daher untersucht die vorliegende Masterarbeit, wie Lehrkräfte die Selbstregulation im Instrumentalunterricht fördern können und welche Faktoren essentiell sind, damit die Selbstregulation den Lernprozess positiv beeinflussen kann. Im ersten Schritt wurden die theoretischen Grundlagen aufgearbeitet und darauf basierend eine qualitative Analyse im Instrumentalunterricht mit Videoaufnahmen und Interviews durchgeführt. Die Auswertung mit qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ergab eine große Übereinstimmung mit den theoretischen Grundlagen, wodurch der Beweis erbracht werden konnte, dass mit der Anwendung der Selbstregulation Lernprozesse besonders effizient ablaufen.

(Graz, September 2016)