WS 2016/17

Sandra Cepin
Instrumentales Lernen und Lehren von Menschen mit Down-Syndrom

Wenn man davon ausgeht, dass alle Menschen ein Recht auf musikalische Bildung haben, sollten auch Menschen mit Down-Syndrom Möglichkeiten auf eine solche haben. Aber Instrumentallehrkräfte haben oft keine Kenntnis, wie sie Menschen mit Down-Syndrom Instrumentalunterricht erteilen sollen. Diese Untersuchung möchte einen Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen. Im ersten Teil der Arbeit werden zunächst die theoretischen Grundlagen sowie die Begriffe Down-Syndrom, Inklusive Musikpädagogik und Entwicklung musikalischer Fähigkeiten von Menschen mit Down-Syndrom beleuchtet. Dieser theoretische Teil wird abgerundet durch Interviews mit drei PädagogInnen und einem Musiker mit Down-Syndrom. Im Bereich der Ausbildung ist es ein zentrales Anliegen, Inklusion in Grundschulen, Gymnasien und Extraklassen in Fächern zu verankern, in denen Lernende die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten umfangreich zu entfalten. Es lässt sich festhalten, dass im Bereich des Instrumentalunterrichts von Menschen mit Down-Syndrom erste Ansätze vorliegen. Die wesentlichen Ergebnisse aus den Interviews ergeben, dass die Unterrichtsmethoden und materialien den Fähigkeiten und Kenntnissen von Menschen mit Down-Syndrom angepasst werden. Unterrichtsziele von Menschen mit Down-Syndrom unterscheiden sich geringfügig von den Zielen anderen Menschen. Eine möglichst rasche Integrierung in eine Gruppe ist dabei wesentlich.

(Graz, Oktober 2016)