WS 2018/19

Andrea Paul

Rhythmusschulung und Rhythmuswahrnehmung, im analytischen Vergleich mit Gitarrenschulen für Kinder

Rhythmus und Leben sind untrennbar miteinander verbunden. Dennoch zählt Rhythmusschulung im Instrumentalunterricht zu den ,schwierigeren' Lernfeldern. Vor allem im Unterricht mit Kindern stellt die Vermittlung von Rhythmen immer wieder eine besondere Herausforderung dar. Davon ausgehend wird im Rahmen dieser Masterarbeit die Frage untersucht, inwieweit (inter-)disziplinäre Erkenntnisse über Rhythmusschulung und Rhythmuswahrnehmung in Gitarrenschulen für Kinder ab fünf bzw. sechs Jahren berücksichtigt werden. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und didaktischer Ansätze über Rhythmusschulung und -wahrnehmung werden Kriterien entwickelt, um die Gitarrenschulen systematisch analysieren und vergleichen zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass im Großteil der untersuchten Schulen wissenschaftliche Befunde noch wenig Beachtung finden. Besonders das verbale Trainieren von Rhythmen mittels Rhythmussilben, ohne Verwendung der traditionellen Notenschrift, wird kaum berücksichtigt. Die vorliegende Analyse und Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse möchten einen Beitrag dazu leisten, lnstrumentalpädagoglnnen, primär für Gitarre, bei ihrer Unterrichtsplanung und Literaturauswahl eine Orientierung zu bieten. Zusätzlich können die entwickelten Kriterien für weitere Instrumentalschulanalysen, auch anderer Instrumente, verwendet werden.

(Graz, Dezember 2018)